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Unser Jungfilmer Leo Lehrbaß, 22, hat sich während seines sozialen Jahres in Kambodscha auch bis zum Nationalsymbol des Landes durchgeschlagen – mit HD-Kamera versteht sich. Seinen gelungenen 5-Minuten-Beitrag gibt’s auf „FaszinationFerne“ kostenlos.

Wer mehr über das asiatische Land sehen will, dem bieten wir die 90-minütige DVD-Reisedokumentation „Kambodscha und Laos“ aus unserer Reihe GOLDEN GLOBE an. In 2 Tagen ist sie in Ihrem Heim-Kino.

Auszug aus dem Reisetagebuch:

4:30 Uhr, der Wecker klingelt. Der Kameraakku ist wieder voll aufgeladen. Fahrradschloss im vorbei gehen unter den Arm gesteckt  während dieser gerade noch damit beschäftigt ist Rucksack und Stativ in richtiger Reihenfolge auf meinem Rücken zu platzieren. Wer Angkor War erleben will, muss früh aufstehen und rechtzeitig dort sein.

Es ist noch dunkel während ich den langsamen Bussen und Tuk-Tuks davon radle und nur noch von den schnellen Motorradtaxis überholt werde. Wir alle sind auf dem Weg zu dem größten sakralen Bau der Welt, Angkor Wat, außerhalb der Kleinstadt Siem Reap im Norden Kambodschas. Zuerst rückt ein gewaltiger Wassergraben in mein Sichtfeld, Nebelschwaden hängen über der glatten Oberfläche und ziehen über mich hinweg, als ich weiter auf der kleinen Straße der großen steinernen Brücke entgegen fahre, über die täglich hunderte Touristen aus aller Welt in die heiligen Mauern drängen.

Doch zuerst, Stativ auspacken, auf den steinernen Befestigungen des Wassergrabens Platz nehmen und das sich langsam über die hohen Türme des von hier bereits sichtbaren Haupttempels ergießende Morgenrot genießen.

Wie wenn in diesem Moment der gesamte, riesige Tempelkomplex aus einer Art Traum erwachen würde, nimmt nun das geschäftige Treiben der Souvenierverkäufer, Restaurantbesitzer, Bauern und Bettlern seinen Lauf. Die Mönche haben ihr erstes Gebet bereits hinter sich und starten den allmorgendlichen Bettelgang.

Die Besucher machen sich auf einen Rundweg, um möglichst alle Tempel im Uhrzeigersinn besichtigen zu können. Die wenigen, die sich auskennen (etwa eine Handvoll), nehmen die Route in der anderen Richtung, auch wenn sie dazu erst einmal 2 Kilometer zurück fahren müssen. Zum Lohn gibt es ein grandioses Tempelerlebnis: meist betritt man dann die alten Gemäuer und bewachsenen Randgebiete der Sakralbauten mutterseelenallein. Bis zum Mittag ist das ..Indianer Jones Feeling’’ perfekt, denn oft ist man sogar noch vor den Ticketkontrolleuren an den Tempeln.

Die Hitze wird heftiger. War es morgens noch angenehm kühl, sehe ich inzwischen keinen Schatten mehr unter mir. Nachmittag, die Akkuanzeige fängt an zu blinken, und auch ich freue mich auf eine kühle Erfrischung in einem der vielen guten Restaurants der Stadt. Noch beim Essen kann ich an nichts anderes Denken, als die eindrucksvolle Architektur und die unglaublichen Dimensionen der heute besichtigten Tempel von Angkor Wat.

Über den Kameramann:

leo-lehrbassLeo Lehrbaß fing schon in der Schulzeit an, kleinere Filmprojekte zu realisieren und gewann bereits mehrere Filmwettbewerbe, unter anderem den Filmpreis bayrischer Schulen und einen Filmwettbewerb zum Thema ‚,Mauerfall‘’, ausgeschrieben von unserem Ministerpräsidenten Horst Seehofer. Nach der Schule ging er für ein Jahr als Englischlehrer nach Kambodscha, dort entstand unter anderem auch der Filmclip über die Tempelanlage von Angkor War. Nun begingt er ein Studium im internationalen Management.