Sepp-Holzer-Agrar-Rebell-Oekologie-Permakultur

In Österreich wurde er als „Agrar-Rebell“ bekannt, viele Ökologen halten ihn für ein Genie, mittlerweile betreut er international erfolgreich etwa 200 „Permakultur“-Projekte: Sepp Holzer. Für unsere Interview-Reihe „Faszinierende Persönlichkeiten im Originalton“ trafen wir ihn auf seinem Hof im Burgenland. Holzers Befunde geben Anlass zum Nachdenken: Er sieht die Bauern als Sklaven ihrer Genossenschaften und der EU-Regelungen. Und er befindet, dass die für die Landwirtschaft zuständigen Behörden unter „Überpopulation“ leiden. „Theoriekrüppel schreiben dem Praktiker vor, was er mit seinem Boden machen darf – und haben keine Ahnung, welchen Schaden sie anrichten!“

Auch in der Ausbildung müsste sich nach Holzers Meinung vieles grundlegend ändern. Das Motto: Kein Kindergarten ohne Garten, keine Schule ohne Landwirtschaft, keine Universität ohne Gutshof. Die Menschen müssten den Bezug zur Natur wieder finden, in der Ausbildung sollten sich Theorie und Praxis die Waage halten.

Holzers Grundrezept lautet: Die Natur verstehen lernen – und „das Gehirn zum Denken und Lenken einsetzen anstatt zum Bekämpfen.“

Die Pilotprojekte des „Agrar-Rebellen“ – von Moskau bis Kalifornien – zeigen, wie es überall gehen könnte, wenn der Mensch erkennt, dass er die Natur nicht sein Gegner ist, sondern dass er selbst sie zu seinem Gegner gemacht hat.

Hier geht’s zum Interview: