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Unser Alltag ist von Wohlstand und technologischem Fortschritt geprägt. Alles deutet darauf hin, dass wir uns auf dem Höhepunkt unserer evolutionären Entwicklung befinden. Doch bei genauerer Betrachtung wird deutlich, dass der Mensch sich nur im „Großen“ weiterentwickelt. Die große Entwicklung stellt hierbei das stetige Wachstum als Spezies und Gesellschaft dar. Die kleine Entwicklung hingegen, nämlich der Mensch selbst, verkümmert. Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes, chronische Rückenschmerzen, Fettleibigkeit und Allergien sind Anzeichen dafür, dass wir uns zu stark von unseren natürlichen Wurzeln entfernt haben. Wollen wir der wachsenden Degeneration Einhalt gebieten, so müssen wir lernen in einem stärkeren Einklang mit unserem evolutionären Erbe zu leben. Denn im menschlichen Körper steckt viel Potenzial – viel Kraft die es zu entfalten gilt. Doch können wir diese Entfaltung nur realisieren, in dem wir wieder vollends Mensch und uns unserem Ursprung bewusst werden.

Der Steinzeitkörper

Der menschliche Körper wurde von Mutter Natur konstruiert, um sich mehrere Stunden täglich zu bewegen. Dabei ist unser Bewegung’s-Repertoir so breit gefächert, wie bei keiner anderen Spezies. Das Laufen, Sprinten, Springen, Kriechen und Klettern gehört zu unserem grundlegenden Bewegung’s-Arsenal. Doch anstatt dieses reichhaltige Potenzial zu nutzen, begnügt sich der heutige Mensch mit dem Tragen der wöchentlichen Einkäufe. Doch gerade in einer Zeit der technologischen Innovationen die unseren Alltag erheblich erleichtert haben, sollten wir darauf achten, unseren Körper dennoch mit ausreichend Bewegung gesund und fit zu halten. Stattdessen sitzen wir Tag für Tag in künstlich beleuchteten und sauerstoffarmen Räumen. Anstatt mehrere Kilometer am Tag zu Fuß zurück zulegen, verharren wir stundenlang in unbequemen Sitzmöbeln. Diese provozieren nicht nur chronische Rückenbeschwerden, sondern schlagen auch erheblich auf’s Gemüt.
Kein anderes Tier würde sich freiwillig über mehrere Stunden solch einer Tortur unterziehen. Läuft der moderne Mensch doch einmal, so tut er dies in hohen Absätzen, zu weich gepolsterten Sohlen und einem einengenden Schuhwerk. Der Mensch wollte sich sein Leben erleichtern und geht nun an seiner Schonung allmählich zu Grunde.
„Use it – or lose it“, heißt es so schön. Alle Dinge, denen wir nicht regelmäßig unsere Aufmerksamkeit schenken, werden wir über kurz oder lang verlieren. Keine Partnerschaft, kein beruflicher Erfolg, oder das Aufbauen einer starken Freundschaft, könnten ohne ein konstantes Maß an Engagement bestehen. Dies verhält sich bei unserem Körper nicht anders. Wer langanhaltend gesund und vital sein möchte, muss einem Lebensstil folgen, der diese Aspekte fördert. Dabei ist der Körper selbst der beste Indikator hierfür.
Alle Tätigkeiten bei denen wir uns stärker, fitter und lebendiger fühlen, sind körperliche Booster in Sachen Gesundheit und Wohlbefinden. Alle Tätigkeiten hingegen bei denen wir uns eher lethargisch, müde, depressiv, gelangweilt und uninspiriert fühlen, lassen uns und unser menschliches Potenzial allmählich degenerieren.

Die Steinzeit-Ernährung

Auch beim Thema Ernährung läuft in unserer Gesellschaft so einiges schief. Starben Menschen früher noch an einem Nahrungsmangel, so tun sie es heute an einem Lebensmittel-Überangebot. In einer Zeit gefüllter Supermarkt-Regale und permanenter Verfügbarkeit von Lebensmittel muss in den modernisierten Ländern keiner mehr das Verhungern fürchten.
Dabei würde uns ein wenig Hungern ganz gut tun. Nicht nur damit wir wieder den Wert der Lebensmittel zu schätzen lernen, sondern um unseren Körper von Grund auf zu erneuern. Der Mensch ist aus genetischer Sicht dazu gemacht, über einen längeren Zeitraum hinweg zu fasten. Tagelang verbrachten unsere Vorfahren mit dem Sammeln von Beeren, Nüssen und Pilzen sowie dem Jagen und dem Erlegen tierischer Nahrungsquellen.
Hat unser Körper keine Möglichkeit über die Nahrung Energie zu mobilisieren, so tut er dies über seine körpereigenen Reserven. Diese Reserven finden sich in unserem Körper, in Form von überschüssigem Körperfett, sowie abgestorbenen und kranken Zellen wieder. Der Körper verzehrt sich selbst und vollzieht somit eine Selbstreinigung.
Wichtige Reserven in Form von Muskulatur werden allerdings weitgehend erhalten, da diese für die tägliche Jagd und andere Aktivitäten benötigt wurden. Wo wir wieder beim Motto „use it – or lose it“ wären.
Erst nach getaner Arbeit wurde bei gemeinschaftlichen Beisammensein die geleerten Energiereserven wieder aufgefüllt. Doch folgten wir damals noch unserem Essen – so folgt es heute uns. Die Lebensmittel-Beschaffung stellt keine körperliche Herausforderung mehr für uns dar.
Keine körperliche Herausforderung, bedeutet auch einen geringeren Verbrauch an Energie. Doch anstatt diesen geringen Verbrauch durch eine niedrig kalorische Ernährung, in Kombination mit ausreichend Bewegung zu kompensieren, sind die meisten Einkaufswägen mit allerlei Kalorien-Bomben gefüllt. Gab es früher eine bunte Vielfalt an naturbelassenen Lebensmitteln wie Fisch, Fleisch, Eier, Meeresfrüchten, Obst, Gemüse, Pilzen und Nüssen – findet man in den heutigen Einkaufswägen süße Backwaren, Tiefkühl-Pizza, zuckerhaltige Lebensmittel, Nudeln, stark verarbeitete Mehlspeißen sowie gehärtete Pflanzen-Öle.
Neben der hohen Kalorien-Dichte gibt es noch ein weiteres Problem im Bezug auf die neolithischen Lebensmittel. Sie sind weich und leicht zu kauen.
Unser Gebiss ist von Natur aus dafür gemacht feste Nahrung zu zerkleinern. Das stärkt nicht nur die Muskulatur unseres Kiefers, sondern hält auch Zähne und Kieferknochen stabil und gesund. Das Hineinbeißen in einen labbrigen Toast stellt an unser Gebiss keine wirkliche Herausforderung dar. Ein kräftiger Biss in einen frischen Apfel hingegen schon. Zu dem sind unsere Zähne durch den Verzehr stark-zuckerhaltiger Lebensmittel einem erhöhten Karies-Risiko ausgesetzt.
All die genannten Punkte, sind dafür verantwortlich, dass unser Gebiss allmählich verkümmert. Das Resultat dieser Degeneration sind schwache Kieferknochen, Zahnspangen und der frühe Verlust unserer Zähne.

Abschließende Worte

Die Frage die nun im Raum steht ist: Wie schaffen wir es den Zivilisationskrankheiten zu entgehen? Müssen wir erst einen Rückschritt tätigen, um die körperliche Degeneration zu vermeiden? Die Antwort lautet klar und deutlich: Nein.
Ein Rückschritt kann und sollte niemals die Lösung sein, da das Vorwärtsstreben selbst ein Prinzip der Natur ist. Energie, wie auch die Entwicklung einer Spezies muss fließen. Gerät sie ins Stocken – stirbt sie und wird von der Tafel des Lebens gewischt.
Was wir benötigen ist ein besseres Verständnis unserer Herkunft. Wir mögen mit dem Geist und den daraus erwachsenden Errungenschaften stets vorwärts streben, dennoch steckt unser Körper immer noch in der Steinzeit fest. Was uns wie eine gewaltige Zeitspanne vorkommen mag, stellt aus Sicht der Evolution nur einen Wimpernschlag dar. Unser Körper hatte noch nicht genug Zeit, sich an die rasende Entwicklung anzupassen. Umso wichtiger ist es unseren Fortschritt als Spezies in Einklang mit unseren natürlichen Anlagen zu bringen.
Wir sind tief verwurzelt mit unserer Vergangenheit. In unserem Körper befindet sich all die evolutionäre Weisheit unserer Vorfahren. Wollen wir den Zivilisationskrankheiten entgehen, so müssen wir einem aktiven Lebensstil folgen. Ein Lebensstil, der sich durch artgerechte Bewegung, naturbelassene Lebensmittel und ein besseres Verständnis für die Bedürfnisse unseres Körpers auszeichnet.
Indem wir unser genetisches Erbe mit den Umständen der Neuzeit in Einklang bringen, erwächst die Möglichkeit, zivilisiert, aufwärts-strebend und gesund zu leben.

Autor:
Manuel Kara

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