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Jamaika ist bekannt für seine endlosen, schneeweißen Strände, Sonnenschein an 365 Tagen im Jahr, Palmfächer, azurblaues Meer und klare Flüsse im Inneren der Insel. Die 3t größte Insel der großen Antillen wurde im Juli 1494 von Christoph Kolumbus entdeckt, der von einem Eingeborenenhäuptling freundlich empfangen wurde.

Lebensfreude – Good Vibrations

Heute sind die Ureinwohner längst ausgestorben und Nachfahren der im 17. und 18. Jhd von Afrika verschleppten schwarzen Sklaven bevölkern die Insel. Jamaika wird auch als Insel der Jugend bezeichnet, das Durchschnittsalter der Einwohner beträgt 23 Jahre. Obwohl die meisten Leute in Armut leben, versprühen die Menschen eine mitreisende Lebensfreude und bezeichnen die Kinder als wahren Reichtum der Insel. Im Herzen der Karibik liegt Jamaika 150 km südlich von Kuba.

Wirtschaft damals und heute

In der Discouvery Bay in der nördlichen Mitte Jamaikas harrte Christoph Kolumbus nach einem Schiffbruch bei seiner vierten Reise 12 Monate aus, bis Rettung von der Insel Hispaniola eintraf. Spanier pflanzten auf Jamaika vor allem Rohrzucker an, dessen Export den weißen Plantagenbesitzern über Jahrhunderte hinweg den Wohlstand sicherte. Die Ruinen der Zuckermühlen und die Kanonen, die die wertvolle Fracht vor Seeräubern schützten, sind heute noch teilweise erhalten. Wo früher Melasse, eine Nebenprodukt der Zuckerrohrverarbeitung, zur Herstellung von Rum verschifft wurde, liegen heute große Frachter vor Anker, die Bauxit laden. Die reizlose Verarbeitungsanlage sichert fast 4000 Jamaikanern einen Arbeitsplatz.

Massentourismus vs. Individualreisen

Um 1900 brachten Bananentransporter die ersten Touristen auf die Karibikinsel. In Ocho Rios an der Nordküste der Insel entstanden in den letzten Jahrzehten zahlreiche große „Bettenburgen“. Die Pauschaltouristen schwärmen von den schneeweißen oder goldgelben Stränden, der samtigen Luft, dem immer warmen Meer, den berauschenden Rumcocktails und dem freundlichen Hotelpersonal. Wer jedoch das wahre, das „real Jamaika“ kennen lernen will, sollte sich abseits der Hotelenklaven einen unverfälschen Eindruck der Insel verschaffen. Tagesausflügler kehren nach wenigen Stunden auf Jamaika wieder zu den Luxusriesenschiffen zurück, die über 1000 Passagieren Platz bieten, wie das schwimmende Hotel „Explorer of the Seas“.

Der frühere Hippietreffpunkt „Negril“, damals ein verschlafenes Fischerdorf mit Traumstrand, ist heute touristischer Tummelplatz, wo sich vor allem All-Inklusive-Urlauber wohlfühlen. Der 11km lange Strand, Wasserspiele für Kinder und Erwachsene, Paragleiten, Tauchkurse, Jetboote, Rumbars mit fotogenen Bands und organisierte Fröhlichkeit werden hier angeboten.

Bob Marley – eine Legende

Vom zentralen Platz in Ocho Rios geht es auf den Markt für Einheimische, der exotische Düfte, aufrüttelnde Reggae-Rhythmen, frische und sehr süße Früchte, Gewürze und vieles mehr zu bieten hat. Die jamaikanische Küche ist berühmt für ihre scharfen Saucen, bei denen Ingwer und Piment nicht fehlen dürfen. Ikonengleich hängen überall Bilder des berühmten Reggae-Musikers Bob Marley.

Schattenseiten

Hinter dem Markt befindet sich das Armenviertel Neighborhood, in dessen Hinterhöfen Souveniers wie bemalte Flaschen und Bilder hergestellt werden. Hier wird auch fleißig Domino gespielt, das beliebteste karibische Nationalspiel. Während die Männer spielen kümmern sich die Frauen um die Kinder und den Haushalt.

Suche nach dem Real Jamaika

Wer jedoch das wirkliche, magische Jamaika sucht, sucht hier vergebens. Vielleicht wird man an den YS-Wasserfällen, am Tresen der Pelikan-Bar, bei den Fischern am Treasure Beach oder den geheimnisvollen Höhlen am Martha Brae fündig, aber auf jeden Fall in den Elendsvierteln von Kingston, in denen Bob Marley aufgewachsen ist.