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Erstaunlich. Frech. Und wahr. Terry Jones, Mitglied der legendären britischen Komikergruppe Monty Python, begibt sich auf eine Zeitreise in die Geschichte der menschlichen Sexualität. Da kann einem schon mal der Mund offen bleiben … 

Beim Thema Sexualität kann der Blick in die Geschichte und in andere Kulturkreise zu erstaunlichen Einsichten führen.

Fast wie selbstverständlich gehen wir heute beispielsweise davon aus, dass sich Religion und Sexualität nicht besonders gut vertragen. „Sex“ wird mit Sünde assoziiert; Lust mit Üblem, Minderwertigem, mit Selbstentwertung und Schamlosigkeit.

Kein Wunder, dass unsere Gesellschaft zwischen Übersexualisierung und Tabuisierung umheirrt. Je mehr verdrängt wird, desto größer die Freude der einschlägigen Industrie. Tabuisieren bedeutet wichtig machen.

In seinem sehenswerten Dokumentarfilm zeigt Terry Jones, dass der „Zeitgeist“ sich in Sachen Sexualität auch ganz anders zeigen kann.

In antiken Kulten drückten Phallus-Symbole beispielsweise Schaffenskraft aus. Man dachte an Freude und schöpferische Energie. Den Bezug mit einem Begriff von „Sündhaftigkeit“ hat wahrscheinlich noch niemand hergestellt.

Indes gehört – wenn auch nicht auf die Lehre Jesu zurückgehend, sondern auf den Apostel Paulus – die Abwertung der Sexualität und deren Assoziation mit südhaftem Verhalten von Beginn an zum christlichen Gedankengut.

Die Kontrolle des Sexualverhaltens inklusive der weltanschaulich begründeten Notwendigkeit, begangene Sünden zu vergeben, bietet zweifellos eine gute Basis, um Macht und Kontrolle über Menschen auszuüben.

Terry Jones besucht für seine Zeitreise unter anderem antike „Plätze der „Liebe““ in griechischen Tempeln. Er forscht nach weiblichen Gottheiten, die von den Christen verleugnet wurden und nach bemerkenswerten archäologischen Funden, die bis heute den Blicken der Öffentlichkeit entzogen werden. Sie sind wohl etwas zu „heiß“ …

Er zitiert auch skurrile Gesetze, die das menschliche Sexualverhalten kontrollieren sollen – und in manchen US-amerikanischen Bundesstaaten bis heute gültig sind. Fast ein Monty-Python-Sketch.

Insgesamt ist Terry Jones mit seinem Film, den er nicht nur – unterstützt von Schauspielern – moderiert, sondern auch geschrieben hat, eine höchst inspirierende, kurzweilige und erkenntnisreiche Zeitreise gelungen.

„Die verborgene Geschichte von Sex & Liebe“ ist unser Film der Woche.

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