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Gutes essen als Beitrag einer nachhaltigen Entwicklung – Ein Denkanstoß – Viel diskutiert – Nachhaltige Ernährung. Aber was genau verbirgt sich hinter dem Begriff der nachhaltigen Ernährung? Eine prägnante Definition, gar ein Kriterienkatalog – Fehlanzeige! Die vier Säulen Gesundheitsförderung, Umweltverträglichkeit, Sozialverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit sollten berücksichtigt werden um zu einer Verbesserung der Ernährungsqualität zu führen.

Wie lässt sich das jedoch auf Konsumentenebene umsetzen? Und wie groß muss der Spagat sein zwischen eigener Ökonomie und allgemeiner Ökologie?

Eigentlich ganz einfach:

  • Regional soll es hergestellt werden, unser Lebensmittel
  • Saisonell eingekauft werden
  • Ökologisch erzeugt
  • Frisch zubereitet werden und
  • gentechnisch unverändert bleiben

Regionalerzeugtes hat kurze Wege. Das schützt nicht nur die Nährstoffe des Lebensmittels, sondern spart Transportenergie und –kosten und fördert obendrein die regionale Wirtschaft.

Die exotischsten Lebensmittel wachsen zu allen Jahreszeiten in beheizten Gewächshäusern oder werden importiert. Dabei benötigt ein im Gewächshaus gezogenes Lebensmittel rund 10x Mehr Energie als eines das auf dem Feld aufwuchs. Die Welt als Treibhaus asaisoneller Befriedigung menschlicher Gelüste – Können wir uns das zukünftig wirklich noch leisten?

Kenntnis und Wissen über Ernährung werden spürbar zunehmen, Ernährungsweisen mit hohen sozialen und natürlichen Kosten nicht mehr zu rechtfertigen sein…

Genug – Wie kann ich meinen Beitrag leisten und eine „nachhaltige Ernährung“ umsetzen?

Hier kommt ein Versuch:

  • Automatisiere diesen Satz: “Vielen Dank, die Tüte brauch ich nicht“
  • Vermeide Verpackungsmüll
  • Jeder redet in der Erkältungszeit von Vitamin C, und man sieht Horden von Menschen
    mit orangefarbenen Netzen voller Zitrusfrüchte an den Kassen der Supermärkte stehen. Das die aber auf ihrem langen Weg nach Deutschland einiges an Vitaminen verlieren
    – davon redet keiner. Darf´s also auch mal einheimisches Sauerkraut sein?
  • Suche und finde Bauernmärkte, Hofverkäufe, Bioläden oder Nachbarn mit Obstbaum
  • Warum kaufe ich Lebensmittel, die so stark verarbeitet sind, das sie mehr Chemie als
    Lebensmittel sind?
  • Warum ist es mir nicht Wert, ein wenig mehr Geld für qualitätvolle Lebensmittel
    auszugeben und dafür Hasi & Mausi einmal weniger einen Besuch abzustatten?
  • Kenne ich seriöse Öko-Siegel?
  • Habe ich mich mit dem Thema schon mal beschäftigt? Warum eigentlich nicht?

Nachhaltige Ernährung hat nicht nur Bedeutung für die Gesundheit, Langlebigkeit und Lebenszufriedenheit des Einzelnen, sondern leistet einen Beitrag zur Erhaltung unserer Ressourcen, denn sie senkt den Umweltverbrauch.

Gutes Essen braucht weder mehr Zeit noch mehr Aufwand, lediglich mehr Bewusstsein. Und: Ist nicht die Qualität des Essens einer der Gradmesser für die Wertschätzung die der Mensch sich selbst schenkt?

Autorin:
Katrin Böning
Dipl. Fitnessökonomin (BA)
www.bodyconcept-muc.org