Peter Franke und Herbert Knaup in „Komm, schöner Tod“ Foto © JuliaTerjung (ZDF)

Der Fernsehfilm „Komm, schöner Tod“, den das ZDF am Donnerstag, den 5. April 2012, um 22.15 Uhr ausgestrahlt hat, behandelt in einer fiktionalen Geschichte das in Deutschland kontrovers diskutierte Thema der aktiven Sterbehilfe.
Auf der ZDF-Programmseite heißt es dazu: „Das Thema „Sterbehilfe“ gehört zu den gesellschaftspolitisch relevantesten Themen der Gegenwart. Mit zunehmender Überalterung der Gesellschaft und immer ausgefeilteren Methoden der Lebensverlängerung wird die Diskussion darüber zunehmen, wann das Leben noch lebenswert ist und ob unheilbar kranke Menschen nicht ein Recht darauf haben, selbst darüber zu entscheiden, wann sie sterben wollen.
Die Suizid-Assistenz ist in Deutschland kein Straftatbestand, weil auch der Suizid keiner ist. Das ist die Basis für jedwede Initiative zur Sterbehilfe hierzulande.
Das Standesrecht der Bundesärztekammer erlaubt es den Ärzten jedoch nicht, Sterbehilfe zu leisten. Aber Standesrecht ist nicht Gesetz. Selbst das strafrechtlich relevante Arzneimittelgesetz ist bei Ärzten kaum anwendbar. Das alles eröffnet Sterbehelfern eine Grauzone. Vor diesem Hintergrund spielt der Fernsehfilm „Komm, schöner Tod“, für den der Emmy-Gewinner Friedemann Fromm das Buch verfasst und auch Regie geführt hat. Die Geschichte basiert auf dem Buch „Die Erlöser AG“ von Björn Kern.“
Das ZDF selbst wurde öffentlich vom zuständigen Redakteur, Heiner Gatzemeier, für den späten Sendetermin kritisiert:“ Programmplanung und Chefredaktion stehen in der Verantwortung dafür, dass der Film nicht um 20.15 Uhr zu sehen ist.“
Dies, so Gatzemeier weiter, sei ein Beleg für „die Mutlosigkeit des Systems.“
Er habe sich schon lange im voraus dafür eingesetzt, rund um den Film einen Schwerpunkt zum Thema „Sterbehilfe“ ins Programm zu nehmen. „Doch,“ so Gatzemeier,“darauf gab es null, null Reaktion.“

 

Auch das große Echo auf den Fernsehfilm „Der letzte schöne Tag“ sowie den Kinofilm „Halt auf freier Strecke“zeigt, dass ein weites Interesse an den Tabuthemen Selbsttötung und Sterbehilfe in der Öffentlichkeit da ist.
Eines der umfassendsten Sachbücher zu diesen Themen ist im Dezember in der-wissens-verlag erschienen:
„Ich bringe mich um – Das Leben ist (k)eine Alternative“.
Weitere Informationen über das Buch finden Sie hier.
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Auch als E-Book erhältlich.